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Kloatscheeten
vorbei - Rotes Team 'gewinnt'
06.02.2005
Bei strahlendem Sonnenschein fand das 2. Siegerländer Kloatscheeten
auf dem Wellersberg statt.
Nach den üblichen 30 Josh-Gedenkminuten konnte fast pünktlich
gestartet werden.
Ward ihm aber großzügig verziehen, als er den bestens präparierten,
neugestalteten
Kloatwagen präsentierte. Da wären sogar die Profiteams aus dem
Kloatursprungsland
neidisch geworden.
Mit insgesamt 33 Spielern zog eine fast schon zu große Menge die
Panzerstraße
entlang. Eventuell muß man sich fürs nächste Jahr eine
etwas andere Mannschaftsaufteilung überlegen, denn mehr als 3 Würfe
pro Spieler sollten
schon drin sein.
Das hielt Team Rot nicht davon ab, fulminant loszulegen. Bereits nach
den ersten
Würfen zeichnete sich ein großer Vorsprung ab, der sich sich
für die Gelben als uneinholbar erwies.
Vor allem Kloatfrischlinge wie Markus, Jörg "Jay Jay",
Christof "Pfeife" und vor allem
Titto erwiesen sich als absolute Glücksgriffe für die Rote Mannschaft.
Völlig unbedarft und ohne den nötigen Respekt vor diesem traditionsbehaftenden
Spiel, das in der norddeutschen Tiefebene auch schon mal zur Besinnung
in der dunklen Jahreszeit dient, warfen sie die Holzscheibe über
die Strecke.
Auch ohne Rücksicht auf die verstörten Siegerländer Spaziergänger,
die nur durch
das Unterhaltungsprogramm von Mimi am Rande des befestigten Weges aus
der Gefahrenzone gelockt werden konnte. Lustig anzuschauen.
Aber sich nach jedem Wurf wie Fußballfans zu gebärden, hat
das Spiel nicht verdient. Von solchen Verhaltensweisen bitte ich doch
in Zukunft Abstand zu
nehmen (Herr Gieseler).
Lobenswert dagegen die sportliche Fairneß der Gelben Mannschaft;
man hielt sich
zurück und übersah gnädig die Versuche der Roten sich bei
ihren Würfen durch Übertretungen einen Vorteil zu verschaffen.
Als dann Daniela
L. das Flaschenschießen für ihre Mannschaft entscheiden konnte,
war der Vorsprung plötzlich auf 3:0 gewachsen.
Die Versuche vom Teamchef JG (Gelbe Mannschaft) durch innovative Neuinter-
pretationen des Regelwerks wieder Spannung ins Spiel zu bringen, wurden
allgemein nur mit Kopfschütteln und Unmutsäußerungen bedacht.
Brachte die Gelben jedoch wieder ins Rennen zurück.
Zwischenzeitlich kamen sie sogar auf 3:2 heran. Die Konzentration hielt
jedoch nicht lange an, wurde auch durch den dummen Fehlwurf von Scheschi,
der den Kloat
in einem unbeobachteten Moment auf Nimmerwiedersehen in die Büsche
donnerte,
nicht wirklich verbessert.
(Wir hoffen, daß Schröder und Jochen das Teil auch in diesem
Jahr wieder aus dem Gestrüpp fischen werden.)
Das Rote Team ertrödelte den Vorsprung mit Spielunterbrechungen wie
ständiges Schnapsausschenken, überlange Pinkelpausen und gefährliches
"Vor den Werferstellen" über die Zeit, und lehnte das Ansinnen
der Gelben, doch endlich weiter zu spielen, mit dem Hinweis auf die einbrechende
Dunkelheit ab.
Herr Höfer war sich nicht mal zu schade seinen Hund für die
Verzögerungen
einzusetzen. Ts, ts, ts.
Selbst auf ein zwingend vorgeschriebenes 2. Flaschenschießen wollte
man sich
einlassen.
Somit aller Chancen beraubt, blieb Team Gelb trotzdem fair und gratulierte
den
Roten zum diesjährigen Sieg. Endergebnis war entweder 6:2 oder 5:3.
Bei der Rückkehr zum Vereinsheim gab es häßliche Szenen
um die letzten
verbliebenen Flaschen des diesmal so begehrten Gerstensaftes; trotzdem
wurde bei den Aufräumarbeiten am nächsten Tag noch eine einsame
Erzquellflasche entdeckt.
Da diesmal nicht die große Runde gelaufen wurde, blieb die am Tag
zuvor mühsam im Wald versteckte Notration Bier unbenutzt und mußte
unter Kopfschmerzen und Restalkohol an spaziergehenden Familien mit kleinen
Kindern vorbei, erneut durch den Wald geschleppt werden.
Etwas chaotisch gestaltete sich der eigentlich gemeinsam geplante Ab-
und
Aufstieg zu Harr's Horst. An diesem Karnevalswochenende in der Jeckenhochburg
Siegen sind die einzelnen Gruppen Angetrunkener wohl kaum weiter aufgefallen.
Entschädigt wurde man beim Matthias durch wirklich leckeren Grünkohl
mit dazu
gehöriger Pinkel. Zum diesjährigen Kloatkönig wurde Werfer
Titto und zur Kloatkönigin Daniela gekürt.
Der Rest des Abends verlief friedlich, später wurde sogar noch versucht
das Tanzbein zu schwingen.
Schnaps getrunken wurde übrigens weniger als im letzten Jahr. Wer
möchte,
kann sich beim Teamchef melden, um noch 'ne Flasche 'Plum' oder 'Kirsch'
abzuholen.
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